Mit Musik Geld verdienen (Teil 2)

„Mensch, super das es das Internet gibt um Musik zu verticken! Endlich keinen Zwang mehr auf irgendwelche Majorlabels zu warten also nichts wie raus mit den Tracks!“

Ja unsere schöne neue Welt ist schon klasse, leider ist man nicht mehr alleine darin unterwegs. Die Idee übers Internet die eigene Musik zu präsentieren hatten leider schon mindestens 2 Millionen Leute vor einem selber. Dementsprechend übervoll sind die Musikseiten und Portale und vieles davon kann nur als professionell beschrieben werden. Wie soll man da denn eigentlich an die benötigte Aufmerksamkeit kommen?

Wenn ihr nicht grade ein absolutes Phänomen seid wie Lady Gaga oder ein Gitarrengott wie Yngwie Malmsteen  könnte es also recht schwierig werden mit euren Tracks die entsprechende Aufmerksamkeit zu erhaschen.

 

Das Zauberwort heisst in diesem Fall „Nische“

 

Es ist definitiv schwieriger sich im Mainstream zu behaupten als sich eine eigene kleine Musiksparte zu suchen. Wichtig ist natürlich das einem der jeweilige Musikstil leicht von der Hand geht und auch viel Eigeninteresse dabei ist diesen zur Perfektion zu entwickeln. Mit unserem Label Soundcritters (www.soundcritters.com) haben wir uns beispielsweise auf den (damaligen) Nischenmarkt der Trailermusik konzentriert. Natürlich dauerte es, auch in dieser Nische bis die ersten Aufträge und Verkäufe kamen – aber sie kamen – allerdings nicht von alleine.

 

Auch für den Erfolg in einer Nische ist viel Arbeit notwendig. Wie bereits in unsererem Artikel „Die Basis“ beschrieben benötigt man die entsprechenden Skills und technischen Vorraussetzungen. Aber ebenso wichtig (wenn vielleicht nicht noch wichtiger) ist der Aufbau von Kontakten und Replikatoren. Dies können Fachwebseiten sein (in unserem Fall war und ist es die Seite von Trailermusicnews) aber auch natürlich große Multiplikatoren wie Youtube, Vimeo oder Facebook.

 

Das tolle an einer Nische…

ist das es neben weniger Konkurrenz eine wesentlich loyalere und auch begeistertere Community gibt als dies bei Mainstream (häufig) der Fall ist. Diese potentiellen Fans geben ehrliches Feedback und (meist) berechtigte Kritik an den Musikstücken, welche man sich auf jeden Fall zu Nutze machen sollte.

 

In unserem Fall haben wir zwei Alben mit vielen Synthesizern Elementen und Soundeffekten gemischt mit Orchestern rausgebracht (Biomimetics Album und Superhuman Album). Diese kamen zwar gut an, aber nach dem zweiten Crossover-Album wurden viele Stimmen laut, die mal lieber wieder ein typisches, orchestrales Trailermusik Album haben wollten. Der nächste Release (The Living Flame Album) war also wieder entsprechend den Erwartungen der Fans ausgerichtet – was natürlich höhere Verkaufserfolge zuließ.

 

Abschließend zu diesem Artikel möchte ich noch potentielle Nischen benennen vielleicht habt ihr auch noch weitere gute Vorschläge:

– Trailermusik
– Dark Country
– Ballermann / Teutonengrill
– Ethnic / World
– Celtic
– Spezialisierte Heavy Metal Richtungen (z.B. Epic Metal mit Orchester wie in unserem Morrow Forge Album)

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